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Wie erleben Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend die Corona-Pandemie?

Erste Ergebnisse einer Online-Befragung

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Die Kommission führte vom 9. Juni bis zum 5. Juli 2020 eine Online-Befragung unter Betroffenen sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend zur Corona-Pandemie durch, an der 823 Personen teilnahmen. Der Schwerpunkt der Befragung lag darauf, wie die Corona-Pandemie in der Zeit der Kontaktbeschränkungen von Betroffenen erlebt wurde.

Die Ergebnisse der Befragung machen deutlich, dass die Pandemie und die Infektionsschutzmaßnahmen wie die Kontaktbeschränkungen von Betroffenen sehr unterschiedlich erlebt und beurteilt wurde. Hier zeigen sich kaum Unterschiede zur gesamten Bevölkerung in Deutschland. Doch ebenso deutlich wird, dass die Pandemie und die Schutzmaßnahmen von vielen Betroffenen vor dem Hintergrund ihrer Gewalterfahrungen erlebt werden. Insbesondere das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum hat gegensätzliche Reaktionen und Haltungen hervorgerufen. Ein Teil der Befragten lehnte diese Maßnahme strikt ab, weil das Tragen der Schutzmasken beispielsweise Panikattacken hervorrief. Ein anderer Teil begrüßte den Mund-Nasen-Schutz mit der Begründung, dass er ihnen Sicherheit vermittele.

Eine zweite Veröffentlichung zur Online-Befragung ist in Arbeit. Dafür sollen die umfangreichen Kommentare ausgewertet werden, die über 400 Personen in den Fragebögen mitgeteilt haben. Sie ermöglichen einen vertiefenden Einblick in das Erleben und eröffnen weitere Perspektiven zur Unterstützung betroffener Menschen.

Details:
Datum: 11.11.2020
Copyright: © Aufarbeitungskommission
Kategorien: Publikation, Weitere