Prof. Dr. Heiner Keupp

Lebensführung nach Erfahrungen sexuellen Missbrauchs und Misshandlungen in Institutionen

Ludwig-Maximilians-Universität München/Institut für Praxisforschung und Projektberatung

Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend haben erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Biografie der betroffenen Menschen. Die Forschung hat gezeigt, dass viele Betroffene den sexuellen Missbrauch bis ins Erwachsenenalter nur schwer verarbeiten können. Es gibt aber sehr unterschiedliche Verarbeitungsformen des erlebten Leids. Dazu gehören einerseits schwere psychosoziale Beeinträchtigungen, andererseits aber auch positive Lebenswege durch eine gelungene Bewältigung oder die Fähigkeit, aktiv zu handeln und sich für eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema der sexualisierten Gewalt einzusetzen.

In dem Forschungsprojekt sollen diese unterschiedlichen biografischen Muster der Auseinandersetzung mit den Missbrauchserfahrungen in einem Internat oder in einem Heim aufgezeigt werden. Dazu werden bereits vorhandene Interviews mit Betroffenen vertieft ausgewertet, aber auch neue Interviews geführt.

Laufzeit des Forschungsprojekts: 01.08.2016 – 31.03.2019

Ergebnisse der Studie wurden bisher in folgenden Fachartikeln veröffentlicht:

Das Forschungsprojekt wurde über Mittel der Kommission finanziert.

Heiner Keupp

Sozialpsychologe und Mitglied der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs

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