Porträt von Kommissionsvorsitzender Sabine Andresen

Sabine Andresen (ehem. Vorsitzende)

Geboren am 16. Februar 1966 auf der Insel Nordstrand

Sabine Andresen war von Januar 2016 bis September 2021 die Vorsitzende der Aufarbeitungskommission.

Sie hat sich seit 2012 für eine auf Bundesebene angesiedelte Kommission zur systematischen Aufarbeitung von Kindesmissbrauch eingesetzt. Als Professorin für Sozialpädagogik und Familienforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main publiziert sie regelmäßig über sexuellen Missbrauch in Institutionen und Familien. Sie ist Mitglied der wissenschaftlichen Fachgesellschaft (Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft DGfE). Von 2010 bis 2012 gehörte sie der Expertenkommission des 14. Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung an. Zudem war sie bis 2019 Mitglied des Beirats des Unabhängigen Beauftragten und ist heute noch Mitglied im Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen.

Die Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs ist mir ein großes Anliegen, wofür ich mich weiterhin einsetzen werde.

Sabine Andresen

Sabine Andresen war an keinem institutionellen Aufarbeitungsprozess, z.B. im Bereich der Kirchen, beteiligt, aber Mitglied im Beirat des Projekts Aufarbeitung des Missbrauchs an Minderjährigen im Bistum Münster, Koordination Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Seit 2011 ist sie Vizepräsidentin des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB). Dort hat sie von 2014 bis 2016 eine Arbeitsgruppe zu Aufarbeitung geleitet. Der DKSB hat ein Studie an das Göttinger Institut für Demokratieforschung in Auftrag gegeben, Titel: „Umfang, Kontext und Auswirkungen pädophiler Forderungen innerhalb des Deutschen Kinderschutzbundes“ (2015). Die interne Arbeitsgruppe hat einen Aufarbeitungsprozess in Gang gebracht und wurde in eine Strukturkommission überführt, um strukturelle Schwachstellen bearbeiten zu können. Außerdem ist Sabine Andresen Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat für Familienfragen beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und bringt dort u.a. die Thematik Aufarbeitung sexueller Gewalt in Familien ein.

Forschungsprojekt

„Erkenntnisse aus Anhörungen für die Zukunft bewahren“ (finanziert aus Mitteln der Kommission)

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Forschungsprojekt

„Gesellschaftliche Aufarbeitung sexualisierter Gewalt gegen Kinder in der Familie. Gesellschaftstheoretische, erziehungswissenschaftliche und familienpolitische Erkenntnisse aus den Anhörungen und schriftlichen Berichten“ (finanziert aus Mitteln der Kommission)

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Verbundprojekt

„Auf-Wirkung: Aufarbeitung von Erfahrungen von Betroffenen sexualisierter Gewalt für wirksame Schutzkonzepte in Gegenwart und Zukunft“ (finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung)

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