Digitales Symposium „Pädosexuellenbewegung und Kindesmissbrauch“ wird auf 2021 verlegt


08.09.2020. Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hatte in Kooperation mit dem Schwulen Museum Berlin am 24. September 2020 ein digitales Symposium zu sexuellem Kindesmissbrauch im Rahmen der sogenannten Pädosexuellenbewegung geplant.


Die Grundlage der Veranstaltung ist eine von der Kommission beauftragte Vorstudie zu Programmatik und Wirken von pädosexuellen Netzwerken in Berlin. Die Ergebnisse der Studie sind für die inhaltliche Ausgestaltung des Symposiums zentral. Wichtige datenschutzrechtliche Fragen der Studie können jedoch nicht bis zum ursprünglich geplanten Termin des Symposiums geklärt werden. Daher muss das Symposium leider verschoben werden. Ein neuer Veranstaltungstermin ist für das kommende Jahr vorgesehen. Sobald dieser feststeht, informieren wir darüber. Die Veröffentlichung der Vorstudie wird in den nächsten Monaten stattfinden.

Die Vorstudie soll durch Archivrecherche und Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erste Antworten auf offene Fragen geben wie: Kann man von einer Pädosexuellenbewegung sprechen oder waren es vereinzelte Gruppierungen und Netzwerke? Warum blieb das Leid der betroffenen Kinder und Jugendlichen so lange unberücksichtigt und wie geht es den heute erwachsenen Betroffenen?