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Beauftragung

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs wurde am 26. Januar 2016 vom Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs auf Grundlage des Beschlusses des Deutschen Bundestags vom 2. Juli 2015 berufen. Ihre Laufzeit war zunächst bis 31. März 2019 begrenzt. Am 12. Dezember 2018 wurde sie durch das Bundeskabinett um weitere fünf Jahre, bis Ende 2023, verlängert.

Die Kommission wurde damit beauftragt, sämtliche Formen von sexuellem Kindesmissbrauch in der Bundesrepublik Deutschland und in der ehemaligen DDR zu untersuchen. Darunter fällt zum Beispiel Missbrauch in Familien, im sozialen Umfeld, in Institutionen, durch Fremdtäter oder im Rahmen von organisierter sexueller Ausbeutung. Sexueller Missbrauch an Mädchen und Jungen mit Behinderung gehört ebenfalls dazu. Die Kommission soll Ausmaß, Art und Folgen der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche aufzeigen und damit eine breite politische und gesellschaftliche Debatte zu einem Thema anstoßen, das noch immer tabuisiert wird.

Die Kommission kann im Rahmen ihrer Arbeit keine Ermittlungen zu einzelnen Taten oder Tätern durchführen und Zeugen oder Täter nicht vorladen. Sie erbringt keine finanziellen Leistungen oder Sachleistungen für Betroffene (z.B. Entschädigungszahlungen oder Zahlungen für juristische Beratung und Unterstützung, Therapien, Unterstützung von Kunst- oder Buchprojekten oder eine finanzielle Beteiligung daran). Auch nimmt die Kommission keine Rechts- oder Einzelfallberatung vor und schaltet sich nicht in individuelle Fälle ein.

Details zur Einsetzung entnehmen Sie der Beauftragung der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs.

© Copyright - Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs 2016