Dissoziative Identitätsstörung

Was ist eine Dissoziative Identitätsstörung (DIS)?

Eine Traumafolge, die sich dadurch auszeichnet, dass sich die Psyche infolge schwerster frühkindlicher körperlicher oder seelischer Verletzungen, beispielsweise durch sexuellen Kindesmissbrauch, in mindestens zwei als unabhängig voneinander empfundene Persönlichkeitsanteile aufspaltet, die abwechselnd die Kontrolle über Körper und Psyche übernehmen und sich gegenseitig nicht wahrnehmen. Durch Abspalten (= Dissoziieren) von Persönlichkeitsanteilen wird die Traumatisierung auf verschiedene Teilpersönlichkeiten verteilt, da nur eine Persönlichkeit das schwere traumatische Erleben nicht aushalten könnte.