Kirchen und ihre Verantwortung zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs:
3. Öffentliches Hearing der Aufarbeitungskommission in Berlin

Berlin, 27. Juni 2018. Betroffene hatten 2010 den sexuellen Missbrauch in der Kirche öffentlich gemacht. Einzelne kirchliche Institutionen haben in der Folge, zumeist auch aufgrund des öffentlichen Drucks, Aufarbeitungsprojekte gestartet und Präventionsprogramme zum Schutz von Kindern und Jugendlichen eingerichtet. Acht Jahre später widmete sich die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in ihrem dritten öffentlichen Hearing dem Thema „Kirchen und ihre Verantwortung zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs“ und zog gemeinsam mit Betroffenen sowie weiteren Expertinnen und Experten, eine kritische Bilanz zur Aufarbeitung durch die evangelische und katholische Kirche. Unter den etwa 300 Gästen befanden sich neben vielen Betroffenen sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen auch Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen und der Politik.

„Wichtig sind für jeden Aufarbeitungsprozess Verantwortungsübernahme der Institutionen, Partizipation von Betroffenen und Unabhängigkeit“

Die Kommissionsvorsitzende Sabine Andresen eröffnete das  Hearing in der Akademie der Künste in Berlin. Dabei betonte sie, dass im Mittelpunkt des Hearings die Gespräche mit Betroffenen stehen. Das Ziel des Hearings sei es, „dass ihnen von uns allen, aber ganz besonders von den Vertreterinnen und Vertretern der beiden Kirchen, zugehört wird. Das respektvolle Zuhören, den Erfahrungen betroffener Menschen Geltung verschaffen, sie nicht zu übergehen, sondern auf sich wirken zu lassen, ist ein wichtiger Schritt jeder Aufarbeitung. Mit dieser Anfrage haben wir die beiden Kirchen eingeladen. Wir hoffen, dass die Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen aus den Erfahrungen der Betroffenen lernen und die Schlussfolgerungen zurück in ihre Organisationen tragen.“ Zusätzlich nannte Sabine Andresen drei wichtige Voraussetzungen dafür, wie Aufarbeitung in den Kirchen gelingen kann: Verantwortungsübernahme der Institutionen, Partizipation von Betroffenen und Unabhängigkeit.

Sabine Andresen, Vorsitzende der Kommission

Zwei Kirchen – zwei Systeme zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs

Kommissionsmitglied Heiner Keupp führt in seinem Impulsvortrag aus: „Es reicht nicht, immer nur das zuzugeben und aufzuarbeiten, was von Betroffenen aufgedeckt wurde“. Erfahrungsberichte von Betroffenen, die sich an die Kirchen gewandt haben, zeigen zum einen die Dimension von sexuellem Kindesmissbrauch in diesem Kontext, zum anderen aber auch die zumeist massive Abwehr und den Unwillen seitens der Kirchen zu einer umfassenden Aufarbeitung. Häufig sei u.a. die Reaktion, in erster Linie die Institution schützen zu wollen und den Ruf der Einrichtung über das Wohl der Betroffenen zu stellen sowie jene Betroffene, die den Missbrauch öffentlich machen, zu diskreditieren. Außerdem haben Pfarrer und Priester häufig mit Verweis auf ihre seelsorgerische Verschwiegenheitspflicht bzw. das Beichtgeheimnis Hinweise auf Missbrauch nicht weiter verfolgt oder nicht weitergegeben. Heiner Keupp appellierte an die Kirchen, eine proaktive systematische Organisationsanalyse durchzuführen, um ihrer Verantwortung bei der Aufarbeitung gerecht zu werden. „Was für die Kirchen ansteht, kann man nur dann genau benennen, wenn man eine offene und schonungslose Fehleranalyse betreibt.“

Den Text zum Vortrag finden Sie hier.

Kommissionsmitglied Heiner Keupp

Tatkontext Gemeinde – Claudia Mönius im Gespräch mit Peer Briken

Im ersten Panel sprach Kommissionsmitglied Peer Briken mit Claudia Mönius, die von ihrem elften  bis zum 16. Lebensjahr von dem katholischen Pfarrer ihrer Heimatgemeinde missbraucht wurde. 2010 brach Claudia Mönius ihr Schweigen und kämpft seitdem um einen angemessenen Umgang der katholischen Kirche mit ihrer Geschichte. Nach jahrelanger Therapie hat sie sich an den Missbrauchsbeauftragten der katholischen Kirche gewandt und eine Anwältin beauftragt. In der Folge erhielt sie eine Einmalzahlung und der Täter ein Zelebrationsverbot. Im Zuge der Zahlung sollte Claudia Mönius eine Schweigeklausel unterzeichnen, erfolgreich konnte sie sich dem entziehen. Die Vertuschung der Ereignisse ist für Claudia Mönius dabei sehr schwer zu ertragen.  „Dieses Schweigen, dieser immer wieder vergebliche Versuch, wirklich Öffentlichkeit herzustellen, der macht etwas mit mir, der lässt weite Teile in mir noch unheiler sein, als sie ohnehin sein müssten.“ Auch das ihr von der katholischen Kirche zugesicherte Zelebrationsverbot des Priesters wurde gebrochen, wie sie durch eigene Recherchen erfahren musste. Die Antwort auf einen dazu verfassten Beschwerdebrief steht bis heute aus. Trotzdem gibt Claudia Mönius ihre Bemühungen um die Anerkennung nicht auf: „Es ist eine große Ressource von mir, dass ich sprechen kann, dass ich gut schreiben kann und dass ich viel Ausdauer habe und deswegen hoffe ich auch, vielleicht ein bisschen Wegbereiterin, Vorreiterin zu sein für andere, die sich eventuell noch schwerer tun durchzudringen durch diesen bewusst, immer wieder verhängten, „Mantel des Schweigens““.

Claudia Mönius Geschichte, gesprochen von Katja Riemann

Claudia Mönius im Gespräch mit Kommissionsmitglied Peer Briken

Tatkontext Gemeinde – Günter Rothenburg im Gespräch mit Christine Bergmann

Günter Rothenburg erzählte im zweiten Podiumsgespräch seine Geschichte. Als er 13 Jahre alt war, überzeugte der evangelische Gemeindepfarrer seine Mutter, dass er auf ein altsprachliches Gymnasium wechseln sollte. Dazu bot der Pfarrer auch seine Hilfe in Form von kostenlosen Nachhilfestunden an. Dort begannen die ersten Übergriffe, die mit der Zeit so massiv wurden, dass Günter Rothenburg versuchte, sich das Leben zu nehmen. Kurz nach dem Selbstmordversuch vertraute er sich einem Lehrer an, der – wie der Täter – Pfarrer war. In der Folge wurde Günter Rothenburg wieder auf seine alte Schule geschickt und niemand verlor ein weiteres Wort über den Missbrauch. Vor zwei Jahren schrieb er dann einen Brief an die Evangelische Kirche von Westfalen, der erst angeblich verloren gegangen und dann erst viele Monate später plötzlich wieder aufgetaucht sei. „Das ist keine Aufarbeitung, das ist auch kein Wille zur Aufarbeitung. Das ist einfach nur der Versuch, möglichst nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen, was Mitarbeiter der Kirche Menschen angetan haben.“ Günter Rothenburg erwartet von der Kirche die Einführung eines Beschwerdemanagements, bei dem ehrlich versucht werde, mit den Betroffen zu reden und sie zu verstehen. Sehr wichtig sei es auch, die Fälle zur Bearbeitung an eine unabhängige und externe Stelle zu geben und diese nicht mehr innerhalb der Kirche zu behandeln.

Günter Rothenburgs Geschichte, gesprochen von Mark Waschke

Günter Rothenburg im Gespräch mit Kommissionsmitglied Christine Bergmann

Grußwort durch die Bundesfamilienministerin, Dr. Franziska Giffey

Tief bewegt zeigte sich die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey, von den Geschichten und der Kraft der Betroffenen und äußerte ihre Anerkennung gegenüber den Betroffenen: „Ich möchte Ihnen sagen: Ich nehme mir das sehr zu Herzen und ich bin tief betroffen, und ich bewundere die Menschen, die diesen Schritt gehen. Die sagen, ich breche mein Schweigen nach so vielen Jahren und ich spreche darüber.“ Sie betonte, dass der Kampf gegen sexuelle Gewalt mehr Aufmerksamkeit, mehr Sensibilität und mehr Wissen braucht und dass sie sexuellen Kindesmissbrauch in ihrer politischen Arbeit als wichtiges Schwerpunktthema setzen möchte. In dem Zusammengang sagte sie der Kommission ihre Unterstützung zu: „Die Unabhängige Kommission soll über März 2019 hinaus weiterarbeiten können, dafür werde ich mich mit aller Kraft stark machen.“

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey

Erfahrung mit Aufarbeitung – Martin Schmitz im Gespräch mit Brigitte Tilmann

Im dritten Podiumsgespräch berichtete Martin Schmitz darüber, was ihm als Kind wiederfuhr und welche Erfahrungen er mit der Aufarbeitung machte. Er erlebte als etwa zehn- bis elfjähriger Messdiener Missbrauch durch einen Kaplan, der Anfang der 1970er Jahre neu in die katholische Gemeinde kam. Der Missbrauch endete erst durch die erneute, plötzliche Versetzung des Kaplans. Erst verdrängte Martin Schmitz die Erinnerung an den Missbrauch, aber kurz nach der Geburt seines ersten  Sohnes brach sie wieder auf. Heute ist Martin Schmitz aufgrund der Folgen des Missbrauchs nur eingeschränkt arbeitsfähig. Vom Bistum Münster hat er eine  Zahlung in Höhe von 8.000 Euro erhalten. Aber seine Erwartungen an die Verantwortung der Kirche gehen darüber hinaus. Er fordert eine offene Auseinandersetzung innerhalb der Gemeinde zu den früheren Übergriffen.  In dem Gespräch mit Brigitte Tilmann erklärte er auch, dass er sich besonders an dem Begriff Anerkennung des Leids stoße. „Wie kann das Leid anerkannt werden, aber die Tat nicht?“ Martin Schmitz appellierte an die katholische Kirche: „Die Kirche muss auf die Betroffenen zugehen – nicht anders herum.“

Martin Schmitz Geschichte, gesprochen von Mark Waschke

Martin Schmitz im Gespräch mit Kommissionsmitglied Brigitte Tilmann

Erfahrung mit Aufarbeitung – Katharina Sörensen (Pseudonym) im Gespräch mit Christine Bergmann

Katharina Sörensen, die unter einem Pseudonym auftrat, wurde Mitte der 1980er Jahre bis Mitte der 1990er Jahre von einem evangelischen Pastor missbraucht. Erst im Studium schaffte sie es aus eigener Kraft, den Missbrauch zu beenden. Jahre später suchte Katharina Sörensen u.a. den Kontakt zur damaligen Pastorin, die gemeinsam mit dem Pastor für die Gemeinde zuständig war. Diese berichtete, dass sie, als der Pastor neu in die Gemeinde gekommen war, von „komischen Beziehungen“ zu jungen Frauen in seiner alten Gemeinde gehört hatte. Von der Landeskirche Hannover erhielt Katharina Sörensen eine Entschädigungssumme von 35.000 Euro. Auch heute setzt sie sich für die Aufarbeitung ein, doch der Kontakt mit der Kirche gestaltet sich immer wieder schwierig. „Es sind heute Vertreter der Hannoverschen Landeskirche da, die haben mich nicht begrüßt. Die kennen mich persönlich. Also das ist der Umgang, den ich erlebe. Meine E-Mails werden monatelang nicht beantwortet.“ Genau wie Martin Schmitz ist Katharina Sörensen fassungslos, wie wenig Willen zur Aufarbeitung von Seiten der Kirche kommt: „Ich finde es unglaublich: Wenn man weiß, dass der Pastor ein Serientäter war. Wir wissen, dass er in den späten 1970er Jahren angefangen hat, Mädchen zu missbrauchen und die letzte […] 2001. Da gibt es solche starken Indizien und es gibt kein Interesse, das weiter aufzuklären.“

Katharina Sörensens Geschichte, gesprochen von Katja Riemann

Strukturen der Aufarbeitung – eine kritische Bilanz

Die Expertenrunde, moderiert von Peer Briken, richtete den Blick auf die bisherige Aufarbeitung beider Kirchen und auch auf die  Strukturen, die sexuellen Kindesmissbrauch weiterhin ermöglichen. Neben den Mitgliedern des Betroffenenrates beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Matthias Katsch und Kerstin Claus, sprachen auch Jun.-Prof. Dr. Wolfgang Beck, ehemaliger Kaplan und aktuell Juniorprofessor an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen,  sowie Lilith Becker, Redakteurin bei evangelisch.de.

„Das Machtgefälle, das im Missbrauch zwischen Tätern und Opfern stattgefunden hat, wiederholt sich immer und immer wieder zwischen Institutionen und Betroffenen.“, so Matthias Katsch. Diesen Eindruck kann auch Kerstin Claus aus ihrer Erfahrung bestätigen: „Es passiert Institutionsschutz.“

Wolfgang Beck benannte drei große Themenbereiche: Aufarbeitung und Umgang mit Betroffenen, Prävention und Strukturen in der katholischen Kirche. Bei letzterem ist es von großer Bedeutung, die Strukturen zu hinterfragen und aufzubrechen: „Welche Strukturen gibt es eigentlich innerhalb der katholischen Kirche, die diese schlimmen Ereignisse begünstigen? Weil sie [die Täter] davon ausgehen können, dass das so ein männerbündisch intransparentes System ist, dass sie tendenziell in Schutz nehmen wird.“

Bei ihren Recherchen ist Lilith Becker besonders die unterschiedliche Handhabung mit Fällen von Missbrauch in den verschiedenen evangelischen Landeskirchen aufgefallen: „Es sind 20 Landeskirchen und alle machen es anders. Und das ist verheerend.“ Es gebe zwar in jeder Landeskirche eine Ansprechperson zum Thema sexueller Missbrauch und auch Konzepte zur Prävention, jedoch würden die Ansprechpartner häufig von der Leitungsebene alleingelassen. „Ich unterstelle niemandem bösen Willen, ich unterstelle Überforderung, weil es keine Professionalität gibt.“

Kerstin Claus bilanzierte für die evangelische Kirche: „Der evangelischen Kirche fehlt eine unabhängige zentrale Anlauf- und Beschwerdestelle, die niedrigschwellig und einfach zu finden ist.“ Diese soll betroffenenorientiert sein. Ein weiteres Problem der evangelischen Kirche sei es, dass die Kirche jeden Fall als Einzelfall behandelt und somit keine Vernetzung von Betroffenen möglich sei.

Matthias Katsch trat mit konkreten Forderungen an die katholische Kirche heran. Das päpstliche Geheimnis sollte abgeschafft werden, um Zugang zu den Akten zu erhalten. Die Kirche sollte die Expertise von Betroffenen mit einbeziehen. Und die Kirche sollte auch Verantwortung für die Vertuschungsversuche übernehmen, weil es sich dabei um ein kollektives Versagen handelt.

Außerdem forderten Matthias Katsch und Kerstin Claus eine Verbesserung des Entschädigungsverfahrens sowie transparente und angemessene Entschädigungsleistungen.

v.l.n.r.: Wolfgang Beck, Lilith Becker, Matthias Katsch und Kerstin Claus im Gespräch mit Kommissionsmitglied Peer Briken

Nach dem Zuhören – Aufarbeitung verantwortlich weiterführen

Das letzte Podiumsgespräch führte Heiner Keupp mit Bischöfin Kirsten Fehrs von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland und Bischof Dr. Stephan Ackermann, Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz. Zunächst ging es darum, wie dieser Tag auf die beiden Kirchenvertretungen gewirkt hatte. „Ich habe ein Gefühl von Scham. Eine Bedrückung darüber, dass diese Prozesse so ewig gedauert haben. […] Dann hab ich Zorn gefühlt auf unsere Kirche.“, so Kirsten Fehrs. Auch Bischof Stephan Ackermann erklärte, er sei frustriert darüber, dass  in den letzten Jahren nicht mehr geschehen ist und die Aufarbeitung nach wie vor nicht angemessen angegangen wird: „Auch manche Verantwortliche in der Kirche haben den Schuss immer noch nicht gehört, das frustriert natürlich auch und wo man den Eindruck hat: Sind wir noch nicht weiter? Wir haben heute Dinge gehört, die liegen nicht lange zurück, sondern sind nach 2010 passiert.“ Im Gespräch ging es auch um wiederkehrende Kritik z.B. an der Intransparenz in den Strukturen und Verantwortlichkeiten, um die Forderung nach Qualitätsstandards sowie für Betroffene beider Kirchen unabhängige Aufarbeitungsstellen. Bischof Stephan Ackermann betonte zum Abschluss des Gesprächs: „Aufarbeitung ist absolut kein Selbstläufer – sondern Chefsache.“ Er will die Anregungen des Hearings mitnehmen. Bischöfin Fehrs bestätigte, dass die Forderungen, die vorgebracht wurden,  nachvollziehbar seien. Sie möchte die Gedanken des Hearings in die Synode weitertragen.

v.l.n.r.: Kommissionsmitglied Heiner Keupp im Gespräch mit Bischöfin Kirsten Fehrs und Bischof Dr. Stephan Ackermann

Abschlussworte der Vorsitzenden der Unabhängigen Aufarbeitungskommission, Sabine Andresen

„Wir haben die Intensität des heutigen Tages den Betroffenen zu verdanken“, so Sabine Andresen am Ende der Veranstaltung. „Sie haben mit ihrem persönlichen Erleben für die vielen anderen gesprochen, die heute nicht da sind oder die bislang auch noch gar kein Gehör gefunden haben.“ Sie sprach auch ihren Respekt gegenüber Bischöfin Kirsten Fehrs und Bischof Dr. Stephan Ackermann aus, die den ganzen Tag zugehört haben und appellierte, das Gehörte mitzunehmen und weiterzutragen. „Als Aufarbeitungskommission würde ich gerne in einem Jahr nachfragen: Was haben Sie mitgenommen? Was haben Sie umgesetzt? Wo setzten Sie an? Und wie stellt Kirche konsequent sicher, dass Betroffene Hilfe und Unterstützung finden und Verfahren konsequent transparent dargestellt werden?“

Fallanalyse zum sexuellen Kindesmissbrauch im Kontext der evangelischen und katholischen Kirche

Zeitgleich zum Hearing veröffentlichte die Aufarbeitungskommission eine Fallanalyse der vertraulichen Anhörungen und schriftlichen Berichte von Betroffenen aus dem Kontext evangelische und katholische Kirche. Die Auswertung erfolgte durch die Erziehungswissenschaftlerin Marlene Kowalski. Damit liegt eine genaue Analyse der Dynamiken in den Beziehungen zwischen kirchlichen Bezugspersonen und Betroffenen vor.

Eine größere Auswahl an Bildern finden Sie hier.

Alle Fotos © Aufarbeitungskommission/ Christine Fenzl