Bischof Ackermann setzt sich für Weiterführung der Aufarbeitungskommission ein

Berlin/Köln, 17.11.2017. Auf der 7. Fachtagung der Deutschen Bischofskonferenz zu Fragen sexuellen Missbrauchs plädierte Bischof Ackermann dafür, auch die Aufarbeitungskommission weiterzuführen. In der Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz im Anschluss an die Fachtagung heißt es: Er [Bischof Ackermann] bat die Anwesenden, sich weiterhin mit Engagement für die Prävention gegen sexuelle Gewalt einzusetzen. Außerdem äußerte sich Bischof Ackermann dankbar für die Arbeit des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) und der unabhängigen Aufarbeitungskommission. Er plädierte mit Blick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen in Berlin dafür, beides weiterzuführen: Es sei unverzichtbar auf nationaler Ebene dauerhaft eine unabhängige Stelle im Kampf gegen sexuelle Gewalt zu haben. Denn diese trägt dazu bei, die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema fortzuführen und die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen im Bemühen um Aufarbeitung und Prävention in die Pflicht zu nehmen.“

Die Kommission begrüßt die Unterstützung der Katholischen Kirche, die Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs weiter voranzutreiben auch über 2019 hinaus. „Es ist ein wichtiges Zeichen für die Betroffenen. Aufarbeitung ist unverzichtbar für die Kirchen selbst, aber auch für die gesamte Gesellschaft. Mit der Aufarbeitung ist eine grundlegende Voraussetzung gegeben, Kinder zukünftig besser schützen zu können.“, so Prof. Dr. Sabine Andresen, Vorsitzende der Kommission.

Im Rahmen der Fachtagung hielt Kommissionsmitglied Prof. Dr. Heiner Keupp einen Vortrag „Zum Systemversagen traumatisierter Institutionen und dessen Folgen für die Subjekte“. Darin betonte er, Institutionen müssten sich ihrer Geschichte stellen und dafür Verantwortung übernehmen.

Der Kontext Kirche ist der nächste Schwerpunkt innerhalb der Arbeit der Aufarbeitungskommission. Dazu findet im Sommer 2018 das nächste öffentliche Hearing statt.

Zur Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz