Christine Bergmann

Kommissionsmitglied Christine Bergmann schaut lächelnd in die Kamera.

Wir müssen noch viel mehr erfahren. Vor allem von den Betroffenen, um sexuellen Missbrauch besser verhindern zu können.

Christine Bergmann

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen war stets Teil meiner politischen Arbeit. Das Thema häusliche Gewalt hatte in meiner Zeit als Senatorin für Arbeit und Frauen in Berlin Priorität. Mit der Umsetzung von Kinderrechten, insbesondere dem Schutz von Kindern vor Gewalt, befasste ich mich als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 1998 bis 2002. In dieser Zeit arbeitete ich u.a. daran mit, dass das Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung gesetzlich verankert wurde und dass ein Aktionsplan gegen Gewalt in Kraft trat. Daneben beteiligte ich mich an verschiedenen internationalen Aktivitäten gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern. 2010 wurde ich von der Bundesregierung im Zusammenhang mit dem sogenannten Missbrauchsskandal und der Einrichtung eines Runden Tisches "Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich" zur Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs berufen. 2011 legte ich den Abschlussbericht mit Empfehlungen für den Runden Tisch vor. Bis 2019 war ich Mitglied im Fachbeirat des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs.

Beruflicher Werdegang
  • 1958 - 1963 Studium der Pharmazie an der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1967 - 1990 Mitarbeiterin am Institut für Arzneimittelwesen der DDR
  • 1990 - 1991 Präsidentin der Stadtverordnetenversammlung Ost-Berlin
  • 1991 - 1998 Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Arbeit, berufliche Bildung und Frauen
  • 1998 - 2002 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • 2010 - 2011 Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs
  • seit 2016 Mitglied der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs