Tagung
„Was ist eigentlich Aufarbeitung?“
Rechte und Pflichten zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in Institutionen

Was ist eigentlich Aufarbeitung? Was ist dabei zu beachten? Vor diesen Fragen stehen sowohl Institutionen, die vergangene Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch untersuchen wollen, als auch heute erwachsene Betroffene, die Verantwortungsübernahme und Aufarbeitung einfordern. Für eine gelingende Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs gibt es bislang keine einheitlichen Kriterien. Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat Empfehlungen zu Rechten und Pflichten entwickelt, mit der sie diese Lücke schließen will. Diese Empfehlungen stellt die Kommission im Rahmen einer Tagung vor.

Dienstag, 3. Dezember 2019, 10.30 Uhr bis 19 Uhr
Akademie der Künste, Berlin

Viele Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, haben in den letzten Jahren Schutzkonzepte eingeführt. Es ist allerdings davon auszugehen, dass eine verborgene Gewaltgeschichte in die Gegenwart hineinreicht und wirksame Prävention davon abhängt, wie mit vergangenen Gewalttaten gegen Schutzbefohlene umgegangen wird. Wenn Mädchen oder Jungen sexuellen Missbrauch in Heimen oder Internaten, Kirchen, Schulen oder Vereinen wie dem Sport oder anderen Freizeitbereichen erlebt haben, sind diese Einrichtungen dazu verpflichtet, sich mit ihrer Gewaltgeschichte auseinanderzusetzen.