Berlin, 13.11.2018


Unabhängige Kommission begrüßt geplante Maßnahmen der EKD zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs begrüßt den von der evangelischen Kirche (EKD) auf den Weg gebrachten Handlungsplan zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche. Damit hat die EKD viele der Forderungen von Betroffenen sexuellen Kindesmissbrauchs und der Aufarbeitungskommission aufgriffen.

Zentral ist zum einen die Absicht, die Perspektive von Betroffenen konsequent in die Entwicklung von Maßnahmen zur Aufarbeitung und Prävention einzubeziehen. Betroffen sind keine Bittsteller, sondern sie haben ein Recht auf Beteiligung, Anerkennung und Respekt. Wichtig ist zum anderen auch die Einrichtung einer unabhängigen zentralen Ansprechstelle für Betroffene sowie die Verbesserung der Angebote der kircheninternen Ansprechstellen in allen Landeskirchen – etwa durch eine stärkere Zusammenarbeit mit unabhängigen Fachberatungsstellen. Wesentlich ist jetzt auch, dass wirklich alle Landeskirchen unabhängige Aufarbeitungsprozesse vorantreiben. Dafür ist sind die beiden geplanten Studien zur institutionellen Aufarbeitung sowie zur Ausleuchtung des Dunkelfeldes, die extern vergeben werden sollten, eine wesentliche Unterstützung.

Zwischen den beiden großen Kirchen und der Kommission sind Gespräche zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs geplant. Zudem arbeitet die Kommission an Leitlinien für eine gelingende Aufarbeitung, die zukünftige Aufarbeitungsprozesse in Institutionen unterstützen sollen.

Informationen über die Arbeit der Kommission unter 0800 4030040 – anonym und kostenfrei oder www.aufarbeitungskommission.de

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Pressemitteilung vom 13.11.2018
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Pressekontakt

Büro der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs
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Kirsti Kriegel
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