Kinofilm über sexuellen Missbrauch in der Familie: „Die Hände meiner Mutter“ – Sondervorführungen mit Kommissionsmitgliedern

die_haende_meiner_mutter_plakatBerlin, 3. Dezember 2016. Der Kinofilm „Die Hände meiner Mutter“ thematisiert sexuellen Missbrauch in der Familie durch die eigene Mutter. Heute und morgen findet die Premiere in Berlin statt. Die Kommission unterstützt den Film mit ihrer Expertise bei Publikumsgesprächen im Rahmen verschiedener Sondervorführungen. Morgen haben Sie die Gelegenheit, unsere Kommissionsmitglieder Brigitte Tilmann und Christine Bergmann kennenzulernen und sich mit ihnen nach der Vorstellung über den Film auszutauschen. Auf der Kinotour können Sie in drei weiteren Städten mit Kommissionsmitgliedern diskutieren.

© Farbfilm Verleih

Missbrauch in der Familie. Durch die eigene Mutter. Jahrelanges Verdrängen und Schweigen über Generationen hinweg. Das Drama von Regisseur Florian Eichinger veranschaulicht eindrucksvoll, was das mit dem Sohn und Hauptdarsteller gemacht hat. Was passiert, als sich dieser plötzlich an das Vergangene erinnert. Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs kommen am häufigsten im familiären Umfeld vor. Dies bildet auch einen Schwerpunkt der Arbeit der Kommission. Im Januar 2017 wird diese zu Missbrauch in der Familie eine öffentliche Anhörung durchführen.

Sabine Andresen

„Der Film hilft zu verstehen, was Mädchen und Jungen durch sexuellen Missbrauch an Leid zugefügt wird. Mütter, die Täterinnen sind, stellen ein besonderes Tabu dar. Ich hoffe, dass durch diesen Film viele Menschen dafür sensibilisiert werden, welche Dimension und welches Ausmaß sexuelle Gewalt in der Kindheit hat. Die Hände meiner Mutter hilft, die Gesellschaft zu sensibilisieren. Ich wünsche dem Film ein breites Publikum!“

Sabine AndresenVorsitzende der Kommission

Sondervorführungen mit Publikumsgespräch in Anwesenheit von Kommissionsmitgliedern:

Berlin: 4.12. um 11 Uhr im Kino Union mit Christine Bergmann und Brigitte Tilmann
Fürth: 8.12. um 18 Uhr im Babylon Kino mit Heiner Keupp
Frankfurt/Main: 12.12. um 18 Uhr im Kino Harmonie mit Sabine Andresen
Heidelberg: 19.12. um 19:30 Uhr im Karlstor-Kino mit Sabine Andresen

Heiner Keupp

„Die Thematisierung des mütterlichen Missbrauchs an Jungen ist noch immer sehr selten und deshalb eine besondere Leistung des Films. Und das in einer Form, die nicht skandalisiert und den Voyeurismus bedient. Der Schatten, den der Missbrauch über eine ganze Familie wirft, wird sehr überzeugend vermittelt. Und auch der „Wille zur Wahrheit“. Der etwas heldenhaft geratene Schluss des Films wäre gar nicht nötig gewesen, um seine Botschaft abzuliefern.“

Heiner KeuppMitglied der Kommission

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