Peer Briken

Prof. Dr. Peer Briken

Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie, Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) – in Kooperation mit der Spezialambulanz für Traumafolgestörungen, (UKE)
Projekttitel:

Professionelle Begleitung von Menschen, die sexuelle Gewalt und Ausbeutung, im Besonderen organisierte rituelle Gewalt, erlebt haben: Die Perspektive der Betroffenen und der Fachkolleg_innen.

Erfahrungen von sexueller Gewalt und Ausbeutung in Verbindung mit organisierter ritueller Gewalt, sind bisher gesellschaftlich, traumatherapeutisch und wissenschaftlich wenig anerkannt; sie gelten meist als seltene Randerscheinung oder als unvorstellbar. Obwohl Betroffene seit vielen Jahren Unterstützung im psychosozialen Hilfesystem suchen, hält sich diese Annahme und es gibt kaum spezialisierte Angebote. Daher geraten auch Professionelle in der Begleitung dieser Klient_innen häufig in rechtliche, fachliche und ethische Grauzonen und an damit verbundene Grenzen, auch an kollegialer Unterstützung. Mit dieser Studie wollen wir über eine Online Befragung für Betroffene sowie für Behandler_innen Daten zur aktuellen Versorgungssituation, Vorkommen und spezifischen Bedarfen nach sexueller Gewalt, im Besonderen organisierter ritueller Gewalt, in Deutschland erheben.

Bitte beachten: Die Online-Befragung für Betroffene ist beendet.
Die Online-Befragung für Behandler_innen läuft noch bis zum 15. Dezember 2017.

Darüber hinaus sollen Betroffene und Psychotherapeut_innen jeweils als Expert_innen aus diesem Feld, die Möglichkeit haben, ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Erkentnisse in Interviews oder auch schriftlich mitzuteilen. Die Auswertung aller Angaben erfolgt anonymisiert. Im Rahmen der Studie sollen auch Mitteilungen und Daten aus den vertraulichen Anhörungen der Aufarbeitungskommission zu organisierter ritueller Gewalt ausgewertet werden. Mit diesem Forschungsprojekt möchten wir das Verständnis und die professionelle Unterstützung für Betroffene verbessern.

Die Studie startet am 01.01.2017 und läuft bis zum 31.03.2019. Die Ergebnisse der verschiedenen Teilbereiche der Studie sollen in entsprechenden Fachzeitschriften veröffentlicht und im Anschluss hier verlinkt werden.